Nach einem Jahr Entwicklungs Zeit hat Microsoft seinen Cloud basierten Desktop-Managener Intune vorgestellt. Dabei handelt es sich um ein Zusammenschluss aus verschieden Cloud-Diensten, Upgrade-Lizenzen für Windows und den bereits bekannt Microsoft Desktop Optimization Pack (MDOP). Das ganze kann man über ein Abo beziehen und richtet sich an kleine-Mittelständische Unternehmen ca. 50-500 Rechner.
Was kann Microsoft Intune für uns Admins tun?
Mit dem neuen Service lassen sich über ein Webinterface Updates einspielen, PCs vor Malware schützen, Hardware und Software inventarisieren, Clients überwachen und Sicherheitsrichtlinien setzten. Außerdem gibt es in Intune eine Fernzugriff Funktion mit dem wir uns schnell und einfach auf dem Problem-Client zuschalten können.
Vorteile?
Wer schon einmal in der Cloud unterwegs gewesen war, der kennt die Vorteile. Admins können die PCs von überall aus warten und steuern, wenn es nötig ist. Voraussetzung dafür einen Browser und Silverlight.
Was fehlt Intunes?
Ganz klar, Intunes ist nur für Client-PC und kann keine Server verwalten. Außerdem beschränkt man sich bei den Updates auf das Patchen und kann somit auch keine Patches von Drittanbietern einspielen. Auch Software-Deployment geht über Intunes nicht und die Gruppenrichtlinien kann man nur in Punkto Updates, Schutz und Firewall konfigurieren.
Vergleich Intunes gegenüber anderen Microsoft Produkten:
Wofür Intunes?
Aus genau diesen Gründe, die ich im oberen Absatz beschrieben habe ist Intunes nur für kleinere bis mittelständische Unternehmen interessant. Für mehr reicht der Funktionsumfang von Intunes einfach nicht aus. Es erspart mir zwar einen WSUS-Server im Netzwerk und bietet mir Inventarisierung und Fernwartung jedoch kann ich keine Server unterbringen und Software sowie Patch-Deployment von Drittsoftware funktioniert auch nicht.
Lohnt es sich?
Microsoft ist kein Vorreiter wie so oft, GoToManage oder kaseya bieten diesen Service schon länger und können auch Server verwalten. Ob es sich lohnt hängt wahrscheinlich auch stark vom Preis ab, denn Microsoft bis jetzt noch nicht bekanntgeben hat. Für eine Beta können sich bereits US-Firmen anmelden.
Voraussetzung Intunes für XP:
- Windows XP mit SP2 und installiertem Forefront Client Security Filter Manager QFE und Core XML Services (MSXML) 6.0
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