
Twitter wird immer wichtiger für Firmen, diese nutzen Twitter als Marketinginstrument. Doch was passiert, wenn jemand einen bekannte Firmennamen in Twitter “kappert” ?
Ein aktuelle Fall zeigt, wie man es nicht tun sollte. Es geht um Stephanie Robesky , diese hatte vor einigen Jahren bei Twitter den Benutzernamen “Skype” registriert. Sie arbeitet bei der Firma Atomico einen Investmentfirma, die von dem Skype-Gründern gestartet wurde. Dadurch war sie genau genommen sogar berechtigt diesen Namen zu verwenden zumal Sie bei der Registrierung eine E-Mail Adresse mit dem Domainanme “@skype.net” benutzte. Das sie diesen Namen registrierte hatte sie zwischenzeitlich vergessen, bis sie von Skype kontaktiert. Diese forderten die Benutzerdaten des Twitter Accountes. Wie sich dann später herausstellte konnte Skype nur Kontakt mit Robesky aufnehmen weil Twitter die Benutzerdaten herausgerückt hatte.
Robesky zeigte sich empört und schrieb einen offenen Brief an Twitter, den sie auch in Ihrem Blog veröffentlichte.
ich bin stark enttäuscht, dass mein Name, meine E-Mail-Adresse (selbst, wenn sie nicht mehr funktioniert) und persönlichen Daten an irgendjemanden (…) ausgehändigt wurden. Und ja – jemand bei Twitter hat diese Informationen tatsächlich ausgegeben. So wurde ich bezüglich des Benutzerkontos kontaktiert, also versucht bitte nicht, es abzustreiten. Dies ist eine Verletzung meiner Privatsphäre und ehrlich gesagt möglicherweise auch eine grobe Verletzung eurer Datenschutzrichtlinien. Euer Team handelt unprofessionell, Benutzernformationen herauszugeben, ganz gleich unter welchen Umständen. So etwas hätten wir bei Skype nie getan (…). Ich hoffe, dass Ihr und Euer Team Privatsphäre zukünftig ernster nehmt.
TechCrunch zitierte die Antwort von Twitter
Ich wurde von einem Beauftragten bei Skype informiert, dass Sie das Benutzerkonto in ihrem Auftrag eingerichtet hatten, Sie aber keine Angestellte mehr sind und Skype auf das Konto nicht mehr zugreifen konnte. In Fällen dieser Art übergeben wir das Konto an die Firma.
Nur aus Neugier: Warum haben Sie das Konto nicht an Ihren Arbeitgeber übergeben, als Sie die Firma verließen? In diesem Fall verletzen Sie unsere Nutzungsbedingungen.
In einem Blogpost versicherte Robesky, das sie vergessen hatte das der Account noch existiere und sie den Account sofort übergeben hätte, wenn sie das Passwort noch gehabt hätte. Ihr sei es auch in Ihrem offenen Brief nicht um Sympathien gegenüber Skype oder Twitter, sondern grundsätzlich um den Standpunkt von Twitter gegenüber Fragen des Datenschutzes gegangen.
Das dürfte für mächtig Gesprächsstoff sorgen, klar will jede Firma und Person entsprächend auf der neuen Plattform präsentiert werden. Nur es muss einen generelle Regelung gefunden werden. Man kann nicht einfach Benutzernamen blockieren die einem nicht gehören bzw. einer Firma gehören. In diesem Bereich fehlt es Twitter an Professionalität und wird wie schon so oft berichtet vom eigenen Erfolg überollt. Es dürfen einfach nur Benutzernamen vergeben werden die einem auch zustehen, desweiteren dürfen solche Fälle nicht auf kosten der Privatspähre von Einzelpersonen ausgetragen werden.
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Na endlich mal was Handfestes gegen Twitter, die Säue die. In Zeiten wie diesen mit Korruption und Datenspitzelaffären auch noch das. Na dann sind wir mal gespannt ob das noch größere Folgen haben wird oder ob Twitter sich mit dem schlechten Statement rausgeredet hat.
Ich glaube das wird so bleiben. Twitter wird hoffe das es in Vergessenheit gerät und in paar Wochen keiner mehr darüber redet. Ich bin im Moment echt am überlegen, ob ich Twitter weiter benutze.